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Anschluss von TTL und CMOS ICs
1. Steuern
der
Eingänge über mechanische Schalter
2. Ausgänge
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Die in den Beispielschaltungen enthaltenen TTL-ICs vom Typ 74... gibt
es z.B. bei Conrad
oder Reichelt
in den verschiedensten Ausführungen wie "Low Power Schottky
TTL", "High Speed-CMOS", "SN 74... N" etc. Darüberhinaus gibt
es auch noch die CMOS-ICs der 4000er-Reihe.
Die unterschiedlichen Bezeichnungen geben dabei Auskunft über
die Herstellungsart bzw. den inneren Aufbau, der Auswirkungen auf
elektotechnische Dinge wie Stromaufnahme, Schaltzeiten usw. hat. Die
eigentliche Funktion ist aber bei allen Typen dieselbe. So
enthält ein "SN 7400 N" genauso vier NAND-Gatter wie ein "74
HCT 00" oder ein "SN 74 LS 00". Auch sind die Anschlussbelegungen immer
die gleichen. Im Folgenden will ich als Typenbezeichnung deshalb
einfach nur noch 7400 schreiben.
Für die hier besprochenen Anwendungen ist es völlig
gleichgültig, welche Art verwendet wird, da sie alle zur
verwendeten Versorgungs- und Signalspannung von 5 Volt kompatibel sind.
Die praktische Erfahrung hat mir auch gezeigt, dass alle Typen
untereinander austauschbar sind und es auch keine Probleme bei
Schaltungen mit 10 ICs und mehr von verschiedenen Sorten gibt. Das ist
sehr nützlich, da nicht jedes Gatter o.ä. immer in
jeder Ausführung erhältlich ist. So kann man anstelle
des CMOS 4094 ( ein 8-Bit seriell-parallel-Wandler ) auch den TTL-IC 74
HCT 4094 verwenden. Nur den gibt es bei Conrad.
Wer sich für Details interessiert ( manche Typen arbeiten z.B.
auch mit geringerer Spannung ), kann sich ja die entsprechenden
Datenblätter durchlesen. Ansonsten entscheidet nur die
Verfügbarkeit und der Preis.
Fast alle ICs dieser Typen haben 14 oder 16 Pins bzw.
Anschlüsse, von denen zwei der Spannungsversorgung ( + 5 Volt
und Masse - in der Regel mit Vcc und GND bezeichnet ) dienen. Die
restlichen Pins sind die Ein- und Ausgänge der enthaltenen
Schaltung.
Die Eingänge haben einen hohen Widerstand und können
nicht nur mit den Ausgängen anderer ICs oder Gatter verbunden
werden, sondern bei Bedarf auch direkt mit der Versorgungsspannung, um
sie auf 1 oder mit der Masse, um sie auf 0 zu setzen.
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Steuern der
Eingänge
über mechanische Schalter
Hier ist einiges zu beachten, da unbenutzte
Eingänge, die nirgendwo angeschlossen sind, durch die interne
Schaltung des ICs automatisch auf 1 liegen. Das ist z.B. für
die im Abschnitt
über die logischen Verknüpfungen
angesprochene Alarmanlage von Bedeutung. Da braucht man ja Kontakte an
den Fenstern, die im geschlossenen Zustand eine 1 an das NAND-Gatter
melden. Diese Kontakte könnten so aussehen:
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Ist das Fenster
geschlossen, ist der Eingang des Gatters mit der 5 Volt
Versorgungsspannung verbunden und liegt so auf 1 . Soweit, so gut. Wird
das Fenster nun aber geöffnet, ist der Gattereingang mit
nichts mehr verbunden und bleibt auf diese Weise weiterhin auf 1
gesetzt. Es wird kein Alarm ausgelöst. Man könnte nun
einen Wechselschalter verwenden, der nicht einfach frei gibt, sondern
auf Masse umschaltet. Das würde jedoch eine weitere Leitung
nötig machen und solche Schalter sind auch nicht billig.
Die elegantere Methode ist ein Widerstand, über den der
Eingang zusätzlich mit der Masse verbunden wird. Der
Widerstand sollte so gewählt werden, dass über ihn
nur ein schwacher Strom fliessen kann. 10 kOhm ist ein guter Wert, aber
auch 1 kOhm ist o.k. Der Widerstand und der Kontakt am Fenster bilden
eine Art Spannungsteiler.
Ist der Kontakt geschlossen, wird dessen Widerstand praktisch null und
am Eingang liegt die volle Eingangsspannung an. Ist er offen steigt der
Widerstand ins Unendliche und der Eingang wird durch die verbleibende
Verbindung über den Festwiderstand auf den 0-Pegel der Masse
"hinuntergezogen". Man spricht deshalb auch von einem
"Pull-Down-Widerstand".
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In der Praxis wird man immer versuchen, den
Ruhezustand - im Beispiel also ein geschlossenens Fenster - durch einen
0-Pegel darzustellen, um Strom zu sparen und weil eine Verbindung zur
Masse in der Regel ( wie z.B. im Auto ) leichter herzustellen ist. Man
muss dazu über den Kontakt im geschlossenen Zustand eben eine
Verbindung mit der Masse statt mit + 5 Volt herstellen. Man
könnte jetzt sagen, der Eingang wird doch automatisch auf 1
gesetzt, wenn der Kontakt geöffnet wird ! Das ist aber so eine
Sache. Denn dieser oben schon erwähnte 1 - Zustand der durch
die interne Schaltung des ICs zustandekommt ist eine recht wackelige
Sache. So können Störimpulse aus den Stromnetz oder
von anderen ICs schon genügen, um ein falsches 0-Signal
auszulösen. Mit einem Widerstand, der mit der + 5 Volt
Spannung verbunden ist, ist man auf der sicheren Seite. Da diese -
häufiger verwandte - Variante den Eingang des Gatters im
"offenen" Zustand auf den 1-Pegel "hinaufzieht", spricht man von einem
"Pull-Up-Widerstand". Wie schon gesagt, können Ein- und
Ausgänge verschiedener Gatter oder ICs ohne solche Massnahmen
frei untereinander verbunden werden.
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Ausgänge
Genaue Angaben dazu, welche Lasten die
Ausgänge der Gatter etc. aushalten, d.h. welcher Ausgangsstrom
maximal fliessen darf, findet man wieder in den Datenblättern.
In der Regel sind 20 mA kein Problem, was ausreicht um eine Leuchtdiode
mit einem Vorwiderstand von 270 Ohm direkt zu betreiben oder ca. 10
Eingänge von anderen Gattern anzusteuern. In diesem
Zusammenhang spricht man auch vom "Fan In" bzw. "Fan Out". Ein Fan Out
von 10 bedeutet eben, das zehn Eingänge mit Fan In 1 gesteuert
werden können.
Um grössere Lasten wie Glühlämpchen oder
Motoren zu steuern sind zusätzliche Verstärker
nötig, sogenannte "Treiberstufen", wie z.B. der hier
beschriebene ULN 2803A.
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