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Der Schmitt Trigger
Der
Schmitt Trigger, auch Schwellwertschalter genannt, besitzt im
einfachsten Fall einen Eingang und einen Ausgang. Das Ausgangssignal
ist natürlich wie immer vom Eingangssignal abhängig -
wie - wird im folgenden Text beschrieben.
Das Wort "Trigger" bedutet im Englischen ja sowas wie
Auslöser, das erklärt auch schon einiges. Beim
Schmitt Trigger ist der Auslöser die Spannung am Eingang, die
einen gewissen Wert erreichen muss, um eine Zustandsänderung
am Ausgang zu bewirken.
Die Wirkungsweise eines Schmitt Triggers lässt sich an einem Backofen
recht anschaulich erklären. Man dreht am Temperaturknopf des
Ofens und stellt die gewünschte Temperatur ein. Nun dauert es
eine Weile und wenn das Lämpchen, begleitet von einem leisen
"klick" aus dem Inneren des Herdes, ausgeht hat er die eingestellte
Temperatur erreicht und die Stromzufuhr zur Heizspirale wird
unterbrochen. Man schiebt z.B. den Kuchen rein und nach einer Weile
beginnt das Lämpchen wieder zu leuchten und der Ofen heizt
wieder. Warum?
Da es bei einem Backofen auch aus Kostengründen
unnötig ist, die Temperatur im Inneren auf 1 Grad genau zu
steuern, kommt ein mechanischer Schmitt Trigger in Form eines Bimetallstreifens
zum Einsatz. Aber nun zur eigentlichen Funktion. Mal angenommen der
Ofen ist auf 200C eingestellt. Er heizt bis er ca. 205C erreicht hat,
dann schaltet er aus, kühlt ab und wenn wenn er auf 195C
abgekühlt ist, schaltet er sich wieder ein und heizt wieder
auf 205 Grad bis er wiederum ausschaltet usw. Im Durchschnitt hat der
Ofen dann im Inneren immer 200C. Der Schmitt Trigger besitzt also eine
vorgegebene Einschalt- und Ausschaltschwelle, was im folgendem Bild
dargestellt wird.
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Die Differenz der Ein- und Ausschaltschwelle nennt man auch
"Hysterese". Je nach dem, wie der Schmitt Trigger beschaffen ist und
wie er von aussen her beschaltet ist, variiert der Hysteresenbereich.
Beim COM Port ist das z.B. genauso.
Dort liegt die Einschaltschwelle (also die Mindestspannung, die am
Eingang anliegen muss, um als EIN zu gelten) bei ca. +7V und die
Auschaltschwelle (also AUS) bei ca. -7V. Legt man also +12V an den
Eingang an, so erkennt der Eingang das als EIN. Legt man dann z.B. -5V
an, dann bleibt er bei EIN, denn die Auschaltschwelle liegt ja deutlich
darunter, nämlich bei -7V. Erst beim Erreichen oder
Unterschreiten dieser Spannung wird das Signal als AUS anerkannt. In
der digitalen Schaltungstechnik gilt für den Schmitt Trigger
folgendes Symbol:
In der Praxis gibt es nicht nur einen Schmitt Trigger allein sondern
wie so oft gleich mehrmals in einem Gehäuse. Ein recht
universeller Baustein ist der 7414, der über 6 invertierende
Schmitt Trigger verfügt. Invertiert bedeutet ja, dass das
eigentliche Ausgangssignal einfach nocheinmal umgedreht wird. Das
Schaltbild des 7414 sieht folgendermassen aus: sechs Eingänge,
sechs Ausgänge und 2 Anschlüsse für die
Stromversorgung.
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